Samstag, 31. Mai 2014

Gili

Ein Land oder besser gesagt Insel vor unserer Zeit.



Vroni und ich sind heute mit einem Speedboot nach Gili Trawagan gefahren. Um einfach in einem anderen Zeitalter zu laden. Auf den Gilis sind motorisierte Transportmittel verboten !
Hier gibt es nur Fahrräder oder Kutschen. 
So etwas skurriles ist gleich wieder total amüsant. 
Die Roller werden von den Fahrrädern ersetzt und die Autos von den Kutschen. Hier muss man auch aufpassen wo man hintritt aber nur um keine Pferde scheu zu machen ;)

Gili Trawagan ist wirklich ein Traum. So wie man sich Bali vorstellt. Türkises Wasser, ruhiges Meer, wunderschöne Sandstrände und Ruhe. Einfach paradiesisch. 
Die Insel ist winzig, erst sind wir zu Fuß zur Spitze gelaufen, dann sind wir nochmal hingeradelt. Wir kamen perfekt zum Sonnenuntergang. 

Und unse Zimmer kostet nur 9€ p.p. ;)

Auch sonnen kann man sich hier perfekt. Wir lagen den ganzen Tag am Pool oder am türkisfarbenen Meer. Hörbuch, Sonne und Paradiesstrand.


Der Strand war wie in der Bounty Werbung. Das Meer unfassbar klar, der Strand weiß und die Liegen sau bequem. 



Einfach zu schön um wahr zu sein 


Die Abreise war dann schwerer als gedacht. 
Mit dem Blue Ocean Express sollte es eigentlich wieder zurück nach Bali gehen. 
Jedoch ist das nicht so einfach wie gedacht !
Alle Gäste im Boot, der Motor springt an. Man fährt ein Stück. Und rater rater ...
Und Stille. Der Motor ist ausgefallen und der Strömung macht den Rest. Wir treiben immer weiter raus. In einer Seelenruhe versuchen sie den Karen wieder anzubekommen und bald sickert die Info durch, dass das Ruder nicht mehr manövrierfähig ist. 



Alle haben die Ruhe weg und meine liebe Sitznachbarin bekommt Panik. 



Ich muss zu geben ich fands ziemlich lustig. Wie die Vroni komplett ausgetickt ist. Aber sie hat es hinbekommen, dass die Mannschaft nach einer halben Stunde aufgegeben hat und das Boot zurück auf die Gilis gebracht hat. 
Mit drei stündiges Verspätung sind wir bei einem anderen Boot auf dem Dach mitgefahren. Ich brauch nicht erwähnen, dass ich nach zweistündiger Bootsfahrt einen Sonnenbrand habe. 

Freitag, 30. Mai 2014

Ubud

Die einzige Gefahr im Leben besteht darin, niemals ein Risiko einzugehen.



Gerne teile ich noch ein paar Eindrücke von Ubud mit euch.
Vroni und ich haben uns in zentraler Lage ein Bungalow genommen. Somit konnten wir alles schön zu Fuß machen.



In der Monkey Forest Road kann Frau wirklich gut shoppen. Von einem Lädchen in das andere. Eins schöner als das andere. Silberschmuck, Klamotten, Schuhe soweit das Auge reicht. 
Auch der Markt ist besonders und eine Reise wert. Wer gut handeln kann, ist hier genau richtig. Mit meinem Verhandlungsgeschick konnten wir schöne Mitbringsel erhaschen. 
Leider hatten wir mit dem Essen ein bisschen Pech aber es kann ja nicht immer alles gut gehen.



Heute haben wir eine "Herbal Tour" mitgemacht. 
Um sieben Uhr raus aus dem Bett und ab ins Reisfeld. 
Zu erst wurden wir über Aloe Vera aufgeklärt. Die Baby Aloe Vera müssen immer im Abstand von 30 cm angepflanzt werden, damit sie in Ruhe wachsen können. 
Der Monster Tree ist so stark, dass er durch Beton durchbricht. Und an jenem hangelt sich auch Tarzan entlang :p
Weiter ging's zu den Reisfeldern.



Jede Familie hat einen langen Streifen, hegt und pflegt diesen. 
Reis braucht drei Monate bis er zur Ernte reif ist. Somit wird drei mal im Jahr das Gut eingeholt und drei Monate bleibt das Feld brach liegen. 
Umso verschlungener die Reisfelder sind umso mehr verkünstelt sich die Familie. 
Für die Einwohner Balis ist Predige und Ansehen sehr wichtig. Freundlichkeit und ein Plausch mit Nachbarn ist bedeutender als Geld. Zu wissen wie es dem anderen geht, zählt ihr mehr als Wertsachen. Das Image einer Person muss stimmen. Man lebt hier noch im Familienbund zusammen. Brüder und Schwester teilen sich einen Dorm und jeder weiß wo sein Platz ist. 

Jedoch verkaufen viele ihr Reisfeld und bekommen gutes Geld dafür. Aber das verringert ihr Ansehen im Dorf. Nicht Geld ist von Bedeutung sondern mit den Nachbarn gemeinsam auf dem Feld zu sein und seine Sorgen zu teilen. Jeder kennt jeden. Und jeder weiß über jeden Besheid. Hier gibt es wenig Neid und Geiz. Auch Urlaub machen ist hier nicht von Bedeutung. Falls man ein gutes Erntejahr hat und genügend Geld eingenommen hat, wird eine Zeremonie veranstaltet und das ganze Dorf feiert mit. Teilen verbindet!! Das merkt man hier in Ubud besonders. 
Zum UNDESCO Kulturerbe gehört auch das Bewässerungssystem. 
Aus dem Norden fliest das Wasser in den Süden. Drei große Stauseen in den nördlichen Bergen speisen alle Reisfelder bis in den Süden. Ein verzwicktes Kanalsystem führt an jedem Reisfeld vorbei und speist dieses mit 10 cm Frischwasser. Somit bekommt jeder gleich viel Wasser auf der Insel. Und die südlichen Felder sind nicht im Nachteil. Auch hier sieht man dass Neid und Missgunst kaum verhanden ist. Jeder nimmt sich ein Stück von dem Kuchen, lässt aber genug für die anderen da. Sowas ist schon bewundernswert. 

Am Abend haben uns dann noch die anderen besucht. 
Donnerstags sind wir dann noch Monkey Forest gefahren. Aber es waren so viele Touristen unterwegs, dass man gar nicht mehr die Natur und die Tierwelt genießen kann. 


Aber für Gruppenbilder ist immer Zeit. 


Baby mit Mama


Danach sind wir zum Tanah Lot Wassertempel gefahren. Waren aber erst mal essen. 


Lecker Fleisch ...


Hinduistischer Umzug


Tanah Lot im Hintergrund


Die bleiche Vroni wird Model. 


<3



Mittwoch, 21. Mai 2014

Rinca - Komodo

Wir hinterfragen unsere alltägliche Routine nicht, und statt hinauszugreifen, um ein aufregenderes und erfüllteres Leben zu entdecken, indem wir uns auf das Gesamtbild konzentrieren, geben wir einfach auf und lassen uns im Strom dahintreiben. Wir vergessen, dass wir sie entdecken, anschauen und bewundern. Und dabei müssen wir uns nur die Zeit nehmen, sie wahrzunehmen.





Heute hatten wir einen einzigartigen Tag!



Wir sind in der Früh mit dem Boot nach Rinca gefahren. Zu den Drachen !!
Magisch. 



Auf dieser Insel ist die Population am größten. 2000 Komodo-Warane leben hier. Die gesamte Population der vier Inseln belaufen sich auf 5000 Tiere. Und es gibt sie nur hier! Nirgendwo sonst auf der Welt!



Diese Art hat sich nur um Flores angesiedelt. 




Schon die Bootsfahrt war herrlich. Ich hab mich gleich oben aufs Dach gesetzt, den Fahrtwind und die Sonne genossen. Solch eine Ruhe. Das Meer und ich.



Dann ging das Abenteuer los. Angekommen auf Rinca, laufen wir 5 min zu den Rangers und da lag schon einer - regungslos, perfekt getarnt im Schatten. Mit Sonnenbrille hab ich die Riesenechsen gar nicht erkannt. 
Leicht empfindlich wie ich bin, wenn ich keine Tiere sehen ( die alle anderen um mich sehen) habe ich erstmal hektisch umher geschaut. Als Kind habe ich's geschafft bei solchen Situationen vor Enttäuschung zu weinen. 
Doch da war sie, die gigantische Echse, wie ein Fels. 



Der Ranger, welcher perfekt englisch konnte, hat uns dann erstmal auf die Gefahren aufmerksam gemacht.



20 km/h schnell, die Spucke ist giftig und sie fressen nur Fleisch. Sie sind sehr Geräusch emfindlich, durch ihre Zunge riechen sie auf 5 km Entfernung Blut und einen Wasserbüffel erledigen ausgewachsene Warane kinderleicht. 



Schon ein Stück weiter lagen zwei ausgewachsene Exemplare. Direkt unter einer Hütte. Diese Tiere werden nämlich von dem Küchengeruch angezogen. 



Gleichzeitig stapfte ein kleines Exemplar vorbei. Ganz vorsichtig. 
Wie wir auch gelernt haben. Sind die Dragons, wie sie hier liebevoll genannt werden, Kanibalen. Sie fressen somit die jüngeren Artgenossen. Ein Muttertier beschützt nur drei Monate ihre Eier. Nach 9 Monaten schlüpfen sie und sind auf sich selbst gestellt. Schnell klettern die Kleinen auf Bäume und suchen in den Kronen Schutz vor ihren Artgenossen. 



Weiter ging die Wanderung durch ein Waldstück und aufs offene Gelände. 
Unseren Weg hat auch ein Wasserbüffel gekreuzt. Auch hier muss man vorsichtig sein, denn diese können auch sehr schnell wild werden. 



Nach der Tour habe ich was für die Katharina erstanden. Da ich ja leider nirgends einen großen Hai ergatterte und sie ja unser Schnab-Schnabel ist. Hab ich ihr einen Komodo Waran als Stofftier gekauft. Hoffentlich weint sie nicht vor Schreck. Aber somit weiß sie immer wo ihre Tante während ihres ersten Lebensjahr war. 




Die Reise ging weiter zu zwei Schnorchelspots.



Waren zwar nicht mit meinen Tauchgängen zu vergleichen.



Aber eine Abkühlung war trotzdem schön und ich hab mehrere blaue sowie rote Seesterne gesehen.



Auch eine schöne Muschel habe ich vom Meeresgrund aufgelesen. 



Das Essen auf dem Boot war auch sehr gut und mit so einem Luxus haben wir gar nicht gerechnet.


Aber nicht nur die Komodo Warane waren ein Highlight auf unserem Bootstrip.
Um kurz vor 18 Uhr haben wir vor einer Mangroven Insel gehalten.
Wir waren schon von dem Sonnenuntergang so fasziniert.


Aber dann hat die Uhr 6 geschlagen und auf die Sekunde genau, wird der Himmel von schwarzen
Punkten bedeckt. Als hätten sie eine Uhr.
Überall flatterten diese kleinen Wunder herum.


Der ganze Himmel war auf einmal von Fledermäusen bedeckt.
So etwas habe ich noch nie gesehen. Unglaublich !


Die Rückfahrt haben wir auf dem Dach des Boots verbracht. Wir haben den herrlichen Sternenhimmel betrachtet. Selten ihn so wahrhaftig und wunderschön erlebt. Die Milchstraße war so deutlich als hätte man gerade frische Milch verschüttet.

Ruteng

Eine Menge Menschen beginnen heute, ihr Leben in vollen Zügen zu leben, jeder auf seine einzigartige Weise. Ich glaube, wir erkennen langsam, dass wir nur dieses einzige, kostbare Dasein besitzen, das uns geschenkt worden ist, und dass jede Sekunde zählt, wenn man sich ein Leben mit Sinn und Ziel aufbauen will.





Dienstag hatten wir eine lange Fahrt vor uns. Unser erster Stop war ein Dorf.



Auch hier leben die Menschen noch sehr traditionell. Kinder führen mit einem Stock einen Reifen entlang des Weges und sind ziemlich geschickt dabei. Ich kenne diese Art von Spiel nur aus alten Westernfilmen. Nie hätte ich gedacht, dass ich das heutzutage noch sehe.
Auch Drachen steigen ist in Indonesien sehr beliebt. Überall auf unserer Fahrt haben wir Jung und Alt mit dem Himmelsstürmer spielen sehen. 
In dem Dorf konnte ich die Drachenläufer sogar mit der Kamera einfangen. 


So einfach und doch so schön. 
Da bekommt man gleich selbst wieder Lust einen zu basteln und steigen zu lassen. Mein Drache von früher war eine Eule. Ein paar Sachen vergisst man dann doch nicht. 


Weiter ging die Fahrt Richtung Westen.
Als wir an den großen See kamen hat es leide geregnet, wodurch wir ihn nicht gesehen haben. 



Doch das nächste Highlight auf unserer Flores-Reise wartet schon. 
Die Spinnen-Reisfelder!


Wenn man dort den Hügel hochsteigt, hat man einen herrlichen Blick über das besondere Reisfeld. 
Fast jedes Feld hat eine andere Farbe. Aber um das Muster am besten zu erkennen, lohnt es sich eine Schwarz/Weiß Aufnahme zu machen. 


Oder einfach ein Selfie ;)
Damit auch jeder weiß, dass der Muckerich hier war. 


Und leider auch der Beweis, dass ich noch nicht so braun bin wie ich nach 6 Wochen hätte sein sollen. 
Aber ich hab ja noch ein bisschen.



Weiter ging die Reise.
Nach Hosteln und Home Stays, welche von 1,50 -6 € gekostet haben. Dachte wir uns, wir gönnen uns was. 



13€ die Nacht und wir haben ein Luxushotel. Hier lässt sich's Leben. 


Am Abend sind wir dann gleich noch in den Pool gesprungen und haben der Sonne beim Eintauchen ins Meer zugeschaut. 



Der Bademantel darf natürlich nicht fehlen.