Donnerstag, 26. Juni 2014

Der verdiente Lohn

Solange man auf sein Herz hört und ein glückliches Leben führt, kann man sich sicher sein, dass es keine Grenzen gibt -  außer denen, die man sich selbst setzt.



Prüfungswoche und noch eine Hausarbeit auf englisch schreiben. Man vergisst immer so leicht, dass man hier auch was für die Uni tun muss.
Das schöne Wetter verleitet einen immer etwas anderes zu tun.

Aber das Lieschen ist brav und schiebt den runden Tisch unter den Ventilator, damit bei der Hitze schön brav an der Hausarbeit gearbeitet werden kann.


Auch Vokabeln lernen sich nicht von alleine.
Ab ins klimatisierte Schlafzimmer und pauken.


Meine Mädels sind währenddessen nach Ubud gefahren. Haben sich einen Tempel und die Reisfelder angeschaut.


Dienstag wurde dann der Bahasa Indonesia Test geschrieben.
Ich, sprachenunbegabtes Kind, hab zwar ein gutes Gefühl aber man weiß ja nie.
Besonders ist nicht Gewiss, ob dieses Sprachmodul in Passau angerechnet wird.
Aber abwarten und Tee trinken.

Am Abend hat Asmara ihren Abschied gefeiert und wir anderen unsere geschriebene Prüfung. Im Wahrung Murah, was so viel heißt wie billiges Restaurant haben wir es uns gut gehen lassen.


Der Abend ist ja noch jung und die Meute ist dann weiter gezogen.
Bei den Jungs haben wir dann unsere Abschiedsgeschenk, die Vodkamelone, ausgepackt.


Glücklich, dass wir die Prüfung hinter uns haben, genossen wir den gemeinsamen Abend. Bald naht ja auch schon unser Ende auf Bali.


Munich goes Bali

Für wahre Freunde, gibt es keinen Ort, 

der zu weit weg ist.


Sarah kam übers Wochenende aus Singapur zu Besuch.
Um meinen Münchner Mädels was zu bieten, sind wir samstags nach Nusa Dua gefahren. 




Mit drei Sarongs bepackt gings Richtung Süden. Unser Ziel der Uluwatu Tempel.





Der Tempel Pura Luhur Uluwatu ist einer der heiligsten und wichtigsten Tempel der Insel Bali. Zudem ist er durch seine Lage, etwa 100 Meter über dem Meer auf den Klippen, einer der eindrucksvollsten. Die Bezeichnung Pura Luhur Uluwatu bedeutet so viel wie “Tempel über dem Fels”.



Nach der Tempelbesichtigung gings nach Jimberan zum bekannten Fischmarkt. Hier ist es nicht wie auf dem Hamburger Fischmarkt, dass alles hektisch einhergeht und dass der Fisch gekühlt wird. 



Gekühlter Fisch, dass ich nicht lache. Das Meeresgetier liegt einfach so auf Holzbänken herum



 und die ruhige Art der Balinesen findet man sogar hier auf dem Markt. Keine Marktschreier, kein unangenehmer Lautpegel. Hier läuft alles gelassen ab.



Irgendeine kokosartige Süßspeise wurde angeboten. Sarah und ich hätten sie gern probiert. Doch der Verkäufer war sowas von gelassen, dass er nicht mal unsere Anwesenheit bemerkt hat geschweige den unseren Willen etwas zu erwerben. Dann sind wir halt weiter gezogen.



Direkt am Meer haben wir auf dem Strand uns einen frischen Thunfisch geteilt und die Sonne beim eintauchen ins Meer beobachtet.
Am Abend sind wir dann noch zum Beach Walk in Kuta und haben den Abend auf einer Roof Top Bar ausklingen lassen.




Schon mit dem Taxi auf dem Weg nach Hause, klingelt mein Telefon und ich lasse mich überreden doch noch ins Mamas zu fahren. Heute spielt Deutschland und da lässt man das kleine Lieschen nicht schlafen gehen. Also Taxifahrer bitten umzudrehen und zur deutschen Bar zu fahren. Ich spring raus und die Sandy und Sarah fahren heim. Dort angekommen war ich einfach mal die erste. 



Keiner da. Na egal. Dann bestell ich mir doch einfach mal Kaspatzn und wart auf Anna, Roman und Bastl. 



Leider war ich einfach so müde, dass ich mich auf der Bank zusammengerollt habe, meinen Sarong aus Decke benutzt habe und in der Bar eingeschlafen bin. Nach meinem Powernap wach ich auf und das ganze Restaurant ist grammelt voll. Ups. Das hab ich wohl verschlafen. Aber meine brave deutsche innere Uhr hat mich genau 9 min vor dem Spiel wieder aufwachen lassen. 



Im Mamas bekommt man erst den Eindruck wie viele Deutsche in Bali leben bzw. Urlaub machen. Unfassbar. Das macht jeder deutschen Kneipe Konkurrenz.


Bambus Workshop

Letztlich liegt die große Herausforderung des Lebens darin, die Grenzen in dir selbst zu überwinden und so weit zu gehen, wie du dir niemals hättest träumen lassen.


Wir sind ja hier um zu studieren. Das vergisst man immer wenn es soviel zu entdecken gibt.
Uni und so. Präsenz zeigen. Lernen...
Um einen kleinen Einblick in einen besonderen Unitag zu gewährleisten, schreib ich mal über unseren Bambusworkshop.



Wir, Touristiker, sind ja eng mit den Architekten verbunden. Nicht nur räumlich, sondern nehmen an unterschiedlichen Kursen gemeinsam teil. So auch am Montag, beim Bambus Workshop. Das Ziel war es gemeinsam mit den einheimischen Studenten eine Bambushütte zu bauen, wie auch die Dekoration für das Haus.

Mit meinen grobmotorischen Fähigkeiten, hab ich mich erstmal zu der Haus-Dekorationsgruppe gesellt. Die Aufgabe bestand darin, lange Bambusstäbe mit einem schwarzen Tuch zu umwickeln.


Erfolgreich geschafft und leicht unterfordert gefüllt, hab ich mich zu den Opfergaben geschlichen.
Wenn dann will ich schon was wirklich balinesisches lernen.
Wie bastelt man aus Bambusfäden und aus Bananenblätter eine Opfergabenschale?
Die Bambusstreifen werden gefaltet, geschnitten, gedreht, zusammengesteckt. Schaut alles einfacher aus als es ist. Meine Streifen wollten nicht in einander haften. Das zusammen stecken wollte einfach nicht funktionieren.
Das Endergebnis schaut dann ein bisschen asymmetrisch aus.


Hierbei wurde uns dann noch erklärt, wie man die Farben anordnen muss.
Östlich weiß, südlich gelb, westlich rote und nördliche Lila Blumen.

Nach balinesischer Vorstellung herrscht im Universum Ordnung. Die Welt ist zweigeteilt, was in der Gegenüberstellung von Himmel und Erde, Sonne und Mond, Tag und Nacht, Götter und Dämonen, Leben und Tod, Hell und Dunkel, Rein und Unrein, Gut und Böse usw. zum Ausdruck kommt. Es ist erforderlich, beiden konträren Kräften zu gleichen Teilen Beachtung zu schenken und sowohl Göttern als auch Dämonen zu huldigen. Man versucht nicht, negative Kräfte zu beseitigen, sondern sie in Bahnen zu lenken. Harmonie kann nur durch die Ausgeglichenheit der Kräfte erzielt werden.



Es gibt weitaus prächtigere Opfergaben. Sie sind zu riesigen Türmen aufeinandergeschichtet, angerichtet in silbernen Schalen oder sie werden in kunstvoll geflochtenen Körben dargebracht. Da Balinesen praktische Leute sind, werden die Früchte nach der Zeremonie wieder mit nach Hause genommen und von der Familie verzehrt. 




Am Abend haben wir dann noch bei den Jungs, dass Deutschlandspiel angeschaut.
0 Uhr und 7 Deutsche (Sandra, Asmara, Anna, Flo, Basti und Roman) sitzen vor dem Fernseher und gucken das Spiel.
Sieben Deutsche und eine Bali Katze




Freitag, 20. Juni 2014

Vulkan Batur

Steigst du nicht auf die Berge,so siehst du auch nicht in die Ferne.


Donnerstag früh, der Wecker schrillt um 1:30
Aufstehen, Taschenlampe und los gehts.



Ab zum Mount Batur.
Anna, Flo, Sandra, Bastl und ich. Jeder mit einer Taschenlampe, Pulli und langer Hose (das erste mal dass man so etwas auf Bali braucht) und Rucksack voller Trinken gings in stockdunkler Nacht den Vulkan hinauf.



 Aber wer denkt es ist ein präparierter Weg der täuscht. Man scheucht die nichts ahnend Touristen ein ausgetrocknetes Flussbett hoch. Geröll, Sand und Felsbrocken säumen unseren "Weg". Die Spur war einfach zu halten - nur die Gegenstände zu erkennen erschwerte die Wanderung dann doch. Oder auch dass man immer wieder abgerutscht ist. Bergauf auf Sand gehen, macht sich dann doch nicht so gut. Ein Guide vor uns, einer hinter uns. Kurze Verschnaufpause und der weibliche Guide übergibt sich vor Anstrengung oder aus sonst irgendeinem Grund. Aber weiter gehts. Immer weiter den Berg hinauf. Der Strahl der Taschenlampe erleuchtet uns den Weg. Gut, dass man nur eine Hand zum Felsbrocken überbrücken hatte, da man ja mit der anderen den Weg erleuchten musste. Andere Gruppen werden überholt. Ankunft. Täuschung. Nur ein Zwischenstop. Dort oben ist der Gipfel.



Die Sonne kommt. Jetzt aber flott. Das kenne ich doch noch aus Flores. Nur auf dem Gunung Batur gab es kein "jetzt aber flott". Der Weg wurde immer schlimmer, immer sandiger, unsicherer. Jeder Schritt wurde versucht sicher zu setzen. Trotzdem rutschte man immer wieder ab.



Oben angekommen. Man freut sich. Man denkt man wird mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Pustekuchen. Grau in Grau. Überall Wolken und Nebel. Der Krater lässt sich nur unter einer Nebeldecke erahnen. Die Sonne spielt gleich mit verstecken. Die Kälte begrüßt uns und wir sitzen ziemlich unbeeindruckt auf der Spitze des Mount Batur und wollen nur noch schnellstmöglichst runter.



Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die anderen Gruppen das Geröll wirklich zum rollen bringen können. Somit ging die Wanderung, Bergbesteigung, ach was sag ich die Rutschpartie weiter. Man geht nicht mehr, man lässt sich nach unten gleiten.  Gewicht nach hinten verlagern und ab geht das Gerutsche. Als man den ersten Aussichtspunkt dann wieder passiert hat, sieht man erst wie schlecht der Weg ist, welcher zum Gipfel führt.



Weiter gings vom rutschen zum klettern. Bei Tageslicht wirkt alles noch sinnloser. Aber runter kommt jeder. Und geschafft ist geschafft.



Der Zerstörer war auch wieder unterwegs. Hab geschafft im Auto den Türgriff abzureissen.
Ungeahnte Kräfte werden bei Wanderungen frei gesetzt.

Unfallwoche

Gerade in der größten Verzweiflung, hast du die Chance, dein wahres Selbst zu finden.

Genauso wie Träume lebendig werden, wenn du am wenigsten damit rechnest, wird es mit den Antworten auf jene Fragen sein, die du nicht lösen kannst.



Es kann ja nicht immer alles gut verlaufen.

1. Ich hab es geschafft mir eine Lebensmittelvergiftung zu zuziehen. Lag erstmal flach und habe das Bett gehütet. Nach Vomex und Ibo gings dann schon etwas besser und gut das wir so ein breitgefächertes Fernsehprogramm haben, da konnten dann Klassiker wie Forest Gump angeschaut werden.

2. Roman hat es geschafft sich seinen Fuß zu brechen!



Mitten in der Nacht von Samstag auf Sonntag ist er in einen Massenunfall gekommen. Er wäre eigentlich nur in das Auto vor ihm reingefahren, jedoch kamen noch andere Rollerfahrer hinter ihm angefahren und einer hat es geschafft so nah an ihm vorbei zu fahren dass irgendwie sein Fuß hängen geblieben ist und gebrochen wurde.



Aber der Roman, unser Russe, ist erstmal heimgefahren. Blut spritzt fontänenartig und das ganze Wohnzimmer weißt rote Fußspuren auf. Aber jetzt legen sich der gute Herr einfach mal schlafen. Die Putzfrau hat dann einen halben Herzinfarkt bekommen. Voller Panik den Basti aufgeweckt, der natürlich von nichts wusste und dem Roman mit seinem offenem Bruch in seinem Bett schlafend vorgefunden hat. Aber das wäre ja nicht alles. Dann ging's erstmal ins Krankenhaus. Und dort denkt sich einfach mal die Versicherung wir zahlen nicht. Immer erstmal NEIN sagen. Eine Rechnung von über 4000 EURO kann man dann doch nicht so leicht zahlen. Somit ging's wieder zurück zum blutverschmierten Wohnzimmer und von dort aus Terror bei der Versicherung gemacht. Montag mittag wurde dann irgendwann doch eingesehen, dass eine Auslandsversicherung für so etwas zuständig ist. Um 21 Uhr fand dann endlich die notwendige OP statt. Aber im Krankenhaus zu bleiben, wäre ja zu viel verlangt. Somit gings nach der Operation wieder heim. Zumindestens konnten wir dann alle gemeinsam einschließlich neuer Hauskatze das Deutschlandspiel anschauen.

3. Ich dachte, Geschichten von Krankenhäusern wären genug. Aber das ich Mittwoch gleich den ganzen Tag dort verbracht habe, hät ich dann auch nicht gedacht.



Sandra, eine Freundin aus München und die Stiefschwester von der Sarah, habe ich zur Zeit zu Besuch. Montag angekommen und hat gleich mal die Story vom Roman aufgetischt bekommen... Aber Bali ist nicht schlimm.
Na davon konnte sie sich zwei Tage später ein Bild machen und am eigenen Leib verspüren.
Ohne sich was zu denken und nur zum Frühstück holen ging sie unsere kleine Gasse entlang... Am Nachbartor vorbei ... Das Tor welches sonst immer versperrt war. Das Tor, in welchem zwei Hunde immer total aggressiv in das Eisentor beissen. Das Tor, welches bis vor drei Wochen noch Welpen den Weg in die Freiheit versperrt hat, stand auf einmal offen. Der weiße Hund, welcher normalerweise seine Aggressivität am Zaun auslässt, sitzt auf einmal vor dem Tor. Stellt die Haare auf und knurrt. Leider ist das der einzige Weg zu unserem Haus. Nur diese Straße führt in die Sackgasse, welche zu unserem Haus führt.
Sandra beäugt den Hund schon. Nimmt Abstand und läuft einen Bogen soweit es eben in der engen Gasse geht. Der Hund mit seinem gestörten Sozialverhalten sprintet los und beißt. Beißt in ihrem Oberschenkel !! Unter Schock torkelt sie in unser Haus. Ich hör nur noch ein Lisa, Lisa.
Die Nachbarin war gleich da und sieht das Massaker. Gleich ins Krankenhaus. Gleich ins BIMC.
Dort angekommen, wurde die Wunde erstmal gereinigt. Dann zwei Tetanus Spritzen und zwei passive Tollwut Spritzen. Bei solch einem aggressiven Verhalten eines Hundes weiß man nie. Besonders weil in Bali das Tollwutrisiko sehr hoch ist. Jeder Tollwutvorfall ohne Impfung ist tödlich. Somit gings dann auch noch ins SOS Krankenhaus, welches die aktive Tollwutimpfung vorrätig hat. Ein teurer Spaß. Aber sicher, ist sicher. Nach acht Impfungen erstmal Essen und dann Geld abheben.



Wir hatten ja nicht Pech genug an diesem Tag. Auch die Kreditkarte wurde im Automaten vergessen. Erst daheim gemerkt und die Kraft hat uns verlassen um noch einmal los zu fahren.

Somit ist auf Bali auch nicht immer alles paradiesisch ...

Donnerstag, 12. Juni 2014

Advanced Open Water Diver

Die wirkliche Reise des Lebens besteht nicht darin, neue Welten zu suchen, sondern seine eigene mit offenen Augen zu betrachten.


Bestanden !!
Ich darf mich jetzt Advanced Open Water Diver schimpfen. Auf gut deutsch fortgeschrittener Freiwasser Taucher. 



Der erste von drei Tauchgängen war der Tieftauchgang. 
Von einem Schipper Karren oder besser gesagt größerem Kanu ging's ins kalte Nass. Das Jacket mit der Flasche wurde im Wasser angezogen. Wie eine Hexe auf dem Besen steig ich elegant wie ein Walross auf die Flasche dann einen Arm in das Jacket und ein rumgepurzel. Dann ist es geschafft. Ab in die Tiefe. Schnell merkt man wie sich die Umgebung verändert. Alles verblast. Nur weiße Korallen stechen hervor. Aber bevor man in die wirklichen Tiefen kommt, werden erstmal paar Rechenaufgaben gelöst. Ja unter Wasser ein bisschen Kopfrechnen. Flink wie ein Wiesel hab ich die Aufgaben gelöst und weiter ging's. Durch die ständige Kontrolle mit meinem Tauchcomputer sehe ich das wir die 20 m Marke überschritten haben. Aber nicht nur durch den Computer hätte ich es erkannt, schlagartig wird es kälter, dunkler. Die Farben lassen nach. Erst rot, dann gelb. Bis alles nur noch grün und blau erscheint. Dann kommt die nächste Aufgabe. Mir wird von Sabrina, meiner Tauchlehrerin, ein Gegenstand in die Hand gedrückt. Blau grün. Oval. Weich. 
Was ist das ?
Ich muss zugeben bin eher über das Tasten und Fühlen drauf gekommen. Fühlt sich an wie eine Tomate. Und da ich ja wusste, dass die Fadben trügen. Hab ich zielsicher auf das Täfelchen Tomate geschrieben. Und siehe da - richtig. 
Weiter geht's bis auf 30 m. Tiefenrausch setzt ein. Bzw soll er zumindestens. Um das zu testen - nochmal rechnen. 
Ich fand ich hab mich ziemlich gut angestellt und mir kam es nicht langsamer vor. Aber weiß ein Betrunkener, dass er betrunken ist ;)
Durch den höheren Druck haben wir natürlich mehr Sauerstoff verbraucht, wodurch wir früher hoch mussten. 
Wieder an Land haben wir meinen Theorieteil verbessert. Und diesen habe ich mit Bravour bestanden. Ja die Theorie war noch nie meine Schwäche. Selbe beim Führerschein habe ich den Theorieteil mit 0 Fehlern bestanden. 
Wieder raus aufs Meer. 
Dieses mal kam die Tarierung dran. Schweb mal zielgerichtet, wenn du aufgefordert wirst. Gar nicht so einfach. Besonders wenn der Trick die Atmung ist. Im Schneidersitz unter Wasser auf einer Stelle schweben. Den Boden berühren verboten. 
Nach den Übungen ging's weiter. Ein weiters Wrack. Noch sehr gut intakt und komplett bewuchert und wer schläft da gemütlich darunter. Der Herr Rießenrochen. Der war so breit wie das ganze Boot. 


Neben dem Wrack wurde ein kleines Museum errichtet. Lauter Gegenstände wurden auf dem Meeresgrund verteilt. Klingt zwar langweilig aber unter Wasser sind gestapelte Quader besonders. 
Tiere gabs auch wieder viele. Calamari, Flötenfische, Fledermausfische. Aber die besonderen waren neonfarbene Schnecken, eine Wasserschlange, die gerade zum Luft schnappen nach oben geschwommen ist und mein Highlight des Tages zwei schwarz weiße Seepferdchen. 



Weil wir Deutschen ja ein ausgeprägtes Umweltvewusstsein haben, sammeln wir Taucher immer den Müll unter Wasser auf. Grad hatte ich eine Kippenschachtel entdeckt und gestikuliere wild rum damit ich Sabrina Aufmerksamkeit bekomme. Also plötzlich ein weißes Etwas an uns vorbei schwebt. Kein Fisch, kein Wal, keine riesige weiße Plastiktüte. 
Sondern ein U-Boot. Ein echtes fahrends U-Boot. Total faszinierend. Ich hab noch nie ein fahrends U-Boot gesehen. 



Eigentlich sollte es ja der Praxisteil meiner Prüfung sein, aber durch die Highlights war es wieder ein faszinierender Tauchgang. 
Einen weiteren Stop auf dem Boot gemacht und dann ging's zum dritten Tauchgang. Hier wurde nochmal tariert (durch die Übung konnte ich nur durch Einatmen über Hindernisse schweben), mit dem Computer gearbeitet, gegen de Strömung geschwommen und Maske ausgeblasen. Sabrina freut sich sichtlich und hält ihre Hand senkrecht vor die Stirn. Jeder Taucher weiß was das bedeutet. Hai!!
Da unter dem Felsen. Ganz nah an den Boden, an der Koralle festgeklammert und Kopf über unter die Spalte geschaut. Und nichts. Nur Dunkelheit. Sabrina macht das okay Zeichen und ich schüttle nur den Kopf. Doch doch ganz sicher. Ich seh's in ihren Augen. Also nochmal Kopfstand, mit einer Hand sich an die Koralle heranziehen, die andere kontrolliert das meine Schläuche nicht irgendwo hängen bleiben. Nichts. Mein Herz pocht. Mein Kopf direkt vor der Spalte. Der braucht nur raus schwimmen und schnappen. Aber die Neugierde siegt. Ein dritter Versuch. Diesesmal von einem anderen Winkel. Da eine Bewegung und wieder Dunkelheit. 
Somit muss ich leider sagen trotz Verrenkungskünste keinen Hai gesehen. 
Aber es wird ja nicht der letzte Tauchgang bleiben. Unverhofft kommt oft :)


Donnerstag, 5. Juni 2014

Villa Manuk

In der Welt ist es einfach, den Meinungen der anderen zu folgen; in der Einsamkeit fällt es leicht, sich nach den eigenen Ansichten zu richten, aber ein großer Mann ist der, welcher inmitten der Menge vollständig gelassen die Unabhängigkeit bewahrt, die er in der Einsamkeit erworben.




Wir sind die letzten zwei Tage noch in den Norden gefahren bevor die Vroni wieder Heim nach München fliegt.
Durch eine Bekannte von der Vroni haben wir die Villa Manuk entdeckt. Eine kleine Oase  in mitten der Berge. 



Zwei Bungalows dazwischen ein Naturpool und ansonsten nur Landschaft. Einfach herrlich. Das kleine Paradies wird von einer Deutschen und ihrem indonesischen Mann geführt. Es ist einfach schön zu sehen wie ein Traum in Erfüllung geht. 



Ein Ehepaar aus Dortmund ist ebenso zu Gast und mit der Anlagenbesitzerin haben wir ein schön langes Gespräch geführt sie engagiert sich für die Umwelt und die Schulkinder in ihrem Dorf. Ihr Mann wurde vor einem Monat ins Parlament gewählt. Und ihre zwei Kinder wachsen vier sprachig auf. Eine Familie, die in Bali ihr Glück gefunden hat. 


Im Naturpool schwimmend fliegt auf einmal etwas grünes ins Wasser. Bei näherer Betrachtung erkenne ich eine Gottesanbeterin. Habe ich davor noch nie in echt gesehen. Schnell ein Blatt geholt und die Furie unter den Insekten gerettet. Ganz verdattert war sie noch an Land bis sie langsam ihren Weg gefunden hat und mich noch einmal angeschaut hat. 
Vielleicht verspeist sie ihren nächsten Partner nicht wegen guten Charma oder so ;)
Also ich hab meine gute Tat heute vollbracht. 


http://www.villa-manuk.com/index-de.html

Samstag, 31. Mai 2014

Gili

Ein Land oder besser gesagt Insel vor unserer Zeit.



Vroni und ich sind heute mit einem Speedboot nach Gili Trawagan gefahren. Um einfach in einem anderen Zeitalter zu laden. Auf den Gilis sind motorisierte Transportmittel verboten !
Hier gibt es nur Fahrräder oder Kutschen. 
So etwas skurriles ist gleich wieder total amüsant. 
Die Roller werden von den Fahrrädern ersetzt und die Autos von den Kutschen. Hier muss man auch aufpassen wo man hintritt aber nur um keine Pferde scheu zu machen ;)

Gili Trawagan ist wirklich ein Traum. So wie man sich Bali vorstellt. Türkises Wasser, ruhiges Meer, wunderschöne Sandstrände und Ruhe. Einfach paradiesisch. 
Die Insel ist winzig, erst sind wir zu Fuß zur Spitze gelaufen, dann sind wir nochmal hingeradelt. Wir kamen perfekt zum Sonnenuntergang. 

Und unse Zimmer kostet nur 9€ p.p. ;)

Auch sonnen kann man sich hier perfekt. Wir lagen den ganzen Tag am Pool oder am türkisfarbenen Meer. Hörbuch, Sonne und Paradiesstrand.


Der Strand war wie in der Bounty Werbung. Das Meer unfassbar klar, der Strand weiß und die Liegen sau bequem. 



Einfach zu schön um wahr zu sein 


Die Abreise war dann schwerer als gedacht. 
Mit dem Blue Ocean Express sollte es eigentlich wieder zurück nach Bali gehen. 
Jedoch ist das nicht so einfach wie gedacht !
Alle Gäste im Boot, der Motor springt an. Man fährt ein Stück. Und rater rater ...
Und Stille. Der Motor ist ausgefallen und der Strömung macht den Rest. Wir treiben immer weiter raus. In einer Seelenruhe versuchen sie den Karen wieder anzubekommen und bald sickert die Info durch, dass das Ruder nicht mehr manövrierfähig ist. 



Alle haben die Ruhe weg und meine liebe Sitznachbarin bekommt Panik. 



Ich muss zu geben ich fands ziemlich lustig. Wie die Vroni komplett ausgetickt ist. Aber sie hat es hinbekommen, dass die Mannschaft nach einer halben Stunde aufgegeben hat und das Boot zurück auf die Gilis gebracht hat. 
Mit drei stündiges Verspätung sind wir bei einem anderen Boot auf dem Dach mitgefahren. Ich brauch nicht erwähnen, dass ich nach zweistündiger Bootsfahrt einen Sonnenbrand habe.